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    03. Februar 2010

    Not mit der Notdurft: Bahnhof Godesberg braucht Toiletten!

    Die generelle Notwendigkeit einer Sanierung des Godesberger Bahnhofs ist bekannt. Ein besonders gravierendes Problem stellt der Mangel an Toiletten dar – nicht nur in den närrischen Tagen, in denen durch eine hohe Zahl an Besuchern ein besonderer Bedarf besteht. „Die allgemeine Ausstattung mit Toiletten am Godesberger Bahnhof ist absolut unzureichend – an behindertengerechten Sanitäranlagen mangelt es gänzlich“, erklärt die Bonner Landtagsabgeordnete Renate Hendricks. Eine Feststellung, die gerade vor dem Hintergrund zu problematisieren ist, dass die Planungen nicht erst seit gestern auf dem Tisch liegen. „Der Bau Rollstuhlfahrer-freundlicher Toiletten ist in den letzten Jahren an vielen deutschen Bahnhöfen realisiert worden und ein barrierefreier Zugang zu Toiletten an Bahnhöfen muss mittlerweile selbstverständlich sein“, so Hendricks weiter.

    Die Ausrede der Deutschen Bahn AG, ein Ausbau sei aufgrund von der Budgetknappheit nicht möglich, will die Landtagsabgeordnete nicht gelten lassen. „Natürlich muss erstmal Geld in die Hand genommen werden. Es handelt sich jedoch um einen überschaubaren Betrag in vierstelliger Höhe“. Zudem, so die Abgeordnete weiter, sei eine sukzessive Gegenfinanzierung über sogenannte ‚Bezahlautomaten‘ denkbar.

    Der Landtag NRW hat sich der Thematik bereits angenommen. So heißt es im Halbjahresbericht des Petitionsausschusses, dass, wenn die notwendigen Maßnahmen weiterhin verweigert werden, in der „gesamte[n] Nachbarschaft der Bahnhöfe, in deren Vorgärten, und an deren Hauswänden sich ansonsten die Spuren fehlender Toilettenanlagen zeigen“ werde.

    „Diese Aussichten sind nicht nur für die Anwohnerinnen und Anwohner unzumutbar. Das gesamte Stadtbild wird wegen weniger tausend Euro in Misskredit gebracht. Ich werde mich als Abgeordnete weiter aktiv für eine Lösung einsetzen“, so Hendricks abschließend.