
"Die heute veröffentlichten Ergebnisse von PISA beweisen, dass die Bildungspolitik in Nordrhein-Westfalen neu ausgerichtet werden muss. Wir brauchen längeres gemeinsames Lernen für alle Schülerinnen und Schüler in der Gemeinschaftsschule, die allen Kindern und Jugendlichen gleiche Chancen eröffnet. NRW liegt in den Kompetenzbereichen Mathematik und Naturwissenschaften unterhalb des bundesdeutschen Durchschnitts. Die Gruppe der Risikoschülerinnen und -schüler ist nur unwesentlich kleiner geworden. Unser gegenwärtiges Schulsystem ist nicht in der Lage, Kinder und Jugendliche aus so genannten bildungsfernen Elternhäusern ihren Potenzialen entsprechend zu fördern. Während PISA-Sieger auf Hauptschulen verzichten, hält die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW aus ideologischen Gründen krampfhaft an einer Schulform ohne Zukunft fest", kommentierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer. Der deutsche Bundesländervergleich von PISA belege genau das, was Bildungsforscher schon seit langem betonten: "Je weniger differenziert ein Schulsystem ist, desto besser sind die Leistungen der Schülerinnen und Schüler sowohl in der Breite als auch in der Spitze."


