"Natürlich bringen Regierungswechsel immer auch Veränderungen für die Menschen mit sich. Allerdings dürfen neue Mehrheiten keine Maßnahmen ergreifen, die das Vertrauen in Regierungszusagen derartig zerstören", mahnte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer. Hintergrund sei die Aufhebung des 'Mangelfacherlasses' durch das Schulministerium und nun die Weigerung der Bezirksregierungen, Seiteneinsteigern in den Lehrerberuf eine höhere Eingruppierung zu gewähren, obwohl dies die schwarz-gelbe Landesregierung zugesagt habe.
"Der Protest von rund 3.000 Lehrerinnen und Lehrern, die monatlich rund 500 Euro weniger als zugesagt erhalten, ist absolut berechtigt. Wegen der Mangelsituation in verschiedenen Fächern hat die rot-grüne Landesregierung seit dem Jahr 2.000 gezielt so genannte Seiteneinsteiger aus entsprechenden unterrichtsförderlichen Berufen geworben. Im Vertrauen auf ein entsprechendes Gehalt kündigten viele Berufstätige ihr Arbeitsverhältnis und traten in den Referendardienst ein. Ihnen nun das versprochene Gehalt vorzuenthalten, können wir nicht akzeptieren", kritisierte Schäfer. Die SPD-Bildungsexpertin habe deshalb die Landesregierung aufgefordert, das Vertrauen in Regierungszusagen in diesem Zusammenhang nicht ein zweites Mal zu enttäuschen.