Nachrichten zum Thema Schule und Bildung
Schule und BildungUte Schäfer: Für den Schulstress sind CDU und FDP verantwortlich und nicht Lehrer und Eltern
"Die Warnung der CDU im Düsseldorfer Landtag vor zuviel Stress in den Schulen des Landes ist der Gipfel der Unverfrorenheit. Seit drei Jahren bestimmen CDU und FDP in diesem Bundesland die Bildungspolitik. Im Hauruckverfahren wurden die Schulen mit Reformen überzogen. Vor allem durch den Prognoseunterricht, der Konzeptionslosigkeit beim Turbo-Abitur und dem Kopfnoten-Chaos wurde ein massiver Druck auf Lehrer, Eltern und Kinder aufgebaut", erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, heute in Düsseldorf. Sie reagierte damit auf Medienberichte über einen Antrag, den die CDU-Landtagsfraktion in ihrer nächsten Sitzung beschließen will. In dem Papier warnt die CDU Eltern und Lehrer, Schüler nicht unter zu starken Lernstress zu setzen. "Offensichtlich dämmert der CDU inzwischen, dass ihre desolate Bildungspolitik auf Ablehnung stößt. Anstatt den Kurs zu korrigieren, schiebt sie aber Eltern und Lehrern die Verantwortung zu. Dieses durchsichtige Manöver ist eine Unverschämtheit. Für den Schulstress sind CDU und FDP verantwortlich und nicht Lehrer und Eltern. Die Abschiebung von Verantwortung wird zu einem Markenzeichen der Landesregierung", betonte die SPD-Bildungsexpertin abschließend.
Veröffentlicht am 25.11.2008
Schule und BildungUte Schäfer: Schulministerin muss Scheinstellen-Vorwurf umgehend aufklären
Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, forderte Schulministerin Barbara Sommer auf, "umgehend" den in der Westdeutschen Zeitung erhobenen Scheinstellen-Vorwurf aufzuklären. Die Zeitung hatte berichtet, dass das Land Lehrerstellen ausschreibe, die gar nicht vorhanden seien. Der Leiter eines Berufskollegs am Niederrhein sowie der Leiter eines Gymnasiums erklärten laut Berichterstattung, sie hätten Stellen ausschreiben müssen, die sie aufgrund ihres Stellenplans gar nicht besetzen dürften.
Veröffentlicht am 25.11.2008
Schule und BildungPISA in Deutschland - Dritter Ländervergleich
Am 18. November 2008 wurden die Ergebnisse des dritten Ländervergleichs im Rahmen der PISA-Studie veröffentlicht.
Die Ergebnisse finden Sie unter dem nachfolgenden Link.
Zur Studie...
Veröffentlicht am 19.11.2008
Schule und BildungUte Schäfer: PISA-Sieger haben kein dreigliedriges Schulsystem - NRW braucht die Gemeinschaftsschule
"Die heute veröffentlichten Ergebnisse von PISA beweisen, dass die Bildungspolitik in Nordrhein-Westfalen neu ausgerichtet werden muss. Wir brauchen längeres gemeinsames Lernen für alle Schülerinnen und Schüler in der Gemeinschaftsschule, die allen Kindern und Jugendlichen gleiche Chancen eröffnet. NRW liegt in den Kompetenzbereichen Mathematik und Naturwissenschaften unterhalb des bundesdeutschen Durchschnitts. Die Gruppe der Risikoschülerinnen und -schüler ist nur unwesentlich kleiner geworden. Unser gegenwärtiges Schulsystem ist nicht in der Lage, Kinder und Jugendliche aus so genannten bildungsfernen Elternhäusern ihren Potenzialen entsprechend zu fördern. Während PISA-Sieger auf Hauptschulen verzichten, hält die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW aus ideologischen Gründen krampfhaft an einer Schulform ohne Zukunft fest", kommentierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer. Der deutsche Bundesländervergleich von PISA belege genau das, was Bildungsforscher schon seit langem betonten: "Je weniger differenziert ein Schulsystem ist, desto besser sind die Leistungen der Schülerinnen und Schüler sowohl in der Breite als auch in der Spitze."
Veröffentlicht am 19.11.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Qualitätssiegel bei Schulen
Sind alle Schulen, die ein Qualitätssiegel erhalten haben, auch in der Qualitätsprüfung im Bereich der individuellen Förderung deckungsgleich?
Seit 2006 gibt es in Nordrhein-Westfalen eine flächendeckende externe Evaluation von Schulen: "Qualitätsanalyse NRW" dient dem Ziel, die Qualität von Schulen zu sichern und nachhaltige Impulse für deren Weiterentwicklung zu geben. Ausgebildete Qualitätsprüferinnen und -prüfer untersuchen seit dem 01.08.2006 interne Schulprozesse und geben den Schulen eine Rückmeldung über Stärken und Verbesserungsbedarfe. Prozesse und Instrumente sind standardisiert. Die Rechtsverordnung zur Qualitätsanalyse an Schulen in NRW regelt die Einzelheiten des Ablaufs. Erwartet wird, dass die Schulen, die Schulleitungen und die Schulaufsicht die Ergebnisse der externen Evaluation gezielt in Maßnahmen der Qualitätsverbesserung einfließen lassen. Zu solchen Qualitätsverbesserungen gehören auch gezielte Maßnahmen zur individuellen Förderung.
Veröffentlicht am 17.11.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Ausnahmeregelungen bei Bestellung von Schulleiterinnen und Schulleitern
Als Schulleiterin oder Schulleiter an einer nordrhein-westfälischen kann bestellt werden, wer nach § 61, Abs. 6 Nr. 1 Schulgesetz NRW „a) die Befähigung zum Lehramt für eine der in dem betreffenden Schulsystem vorhandenen Schulstufen besitzt oder b) die Befähigung zu einem Lehramt einer bestimmten Schulform besitzt und aufgrund dieser Befähigung in Jahrgangsstufen, die in dem betreffenden Schulsystem vorhanden sind, verwendet werden kann“. Darüber hinaus kann das nordrhein-westfälische Bildungsministerium „im Rahmen der Laufbahnverordnung zum Landesbeamtengesetz im Einzelfall von dem Erfordernis der Befähigung gemäß Satz 1 Ausnahmen zulassen“ (§ 61, Abs. 6 Satz 4 Schulgesetz NRW).
Veröffentlicht am 17.11.2008
Schule und BildungUte Schäfer: KMK-Pläne verbauen Hauptschülerinnen und Hauptschülern die Zukunft
Als "Rat- und Hilflosigkeit gegenüber einer Schulform ohne Zukunft" wertete die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, die Debatte der Kultusministerkonferenz (KMK), die geplanten Bildungsstandards für die Hauptschulen in den Fächern Mathematik und Englisch bis 2012 auszusetzen. Medienberichten zufolge sei außerdem der Verzicht auf länderübergreifende Lernstandserhebungen zur Qualitätskontrolle der Hauptschulen diskutiert worden. "Offensichtlich sind diese Pläne im Vorgriff auf die zu erwartenden Ergebnisse des PISA-Bundesländervergleichs entstanden. Sie sind ein Offenbarungseid gegenüber der Hauptschule. Sie bedeuten die Aufgabe dieser Schulform. Während die nordrhein-westfälische Landesregierung aus ideologischen Gründen im eigenen Land das Hohe Lied der Hauptschule mit millionenschweren Qualitätsprogrammen singt, hat sie in der Kultusministerkonferenz diese Schulform scheinbar längst aufgegeben", kommentierte Schäfer.
Veröffentlicht am 17.11.2008
Schule und BildungUte Schäfer: Turbo-Abitur sorgt wieder für Chaos
Als "sehr schlechten Scherz" wertete die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, die Anweisung von CDU-Schulministerin Barbara Sommer an die Bezirksregierungen zur Versetzung der Neuntklässler an Gymnasien. Laut Medienberichten sollen die Behörden dafür sorgen, dass die Gymnasien alle Schülerinnen und Schüler der jetzigen neunten Klassen, die den letzten Jahrgang zum Abitur nach 13 Jahren bilden, am Ende dieses Schuljahrs in die 10. Klasse versetzen. Die neunte Klasse nämlich, in die mögliche Sitzenbleiber nach den nächsten Sommerferien zurückversetzt würden, wäre die neunte Klasse des Turbo-Abiturs. Diese sind im Unterrichtsstoff aufgrund des wesentlich dichteren Lernpensums allerdings bereits weiter fortgeschritten. Ein Wiederholen ist damit für die betroffenen Schülerinnen und Schüler unmöglich.
Veröffentlicht am 11.11.2008
Schule und BildungHannelore Kraft: Beim Bildungsgipfel stimmt das Ziel, nur die Finanzierung bleibt unklar
Die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Hannelore Kraft, hat die Ergebnisse des Bildungsgipfels als zu wenig konkret bezeichnet: "Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte persönlich zum Bildungsgipfel eingeladen. Doch die Erwartungen, die die Kanzlerin geweckt hatte, waren größer als die konkreten Ergebnisse. Das gemeinsame Ziel von Bund und Ländern ist richtig, bis zum Jahr 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Forschung ausgeben zu wollen. Doch klare Finanzabsprachen wurden bis nach der Bundestagswahl verschoben. Damit verlieren wir ein wichtiges Jahr für unsere Kinder. Die SPD hat sich unter anderem bei dem Ziel einer Halbierung der Schulabbrecher und bei Erleichterung des Hochschulzugangs ohne Abitur durchgesetzt. Leider konnte keine Einigung erzielt werden, Bildung vom Kindergarten bis zur Hochschule kostenfrei anzubieten. Auch bei der Notwendigkeit, Schülerinnen und Schüler länger gemeinsam lernen zu lassen, war die Union nicht zu Kompromissen bereit."
Veröffentlicht am 23.10.2008
Schule und BildungBritta Altenkamp: SPD setzt sich mit Schulbedarfspaket durch
Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Britta Altenkamp begrüßte heute die Entscheidung der Bundesregierung, hilfebedürftigen Schülerinnen und Schülern ab 2009 jeweils zu Beginn des Schuljahres eine zusätzliche Leistung für Schulbedarf in Höhe von 100 Euro zu gewähren (Schulbedarfspaket): "Die SPD-Landtagsfraktion hat bereits im September 2007 Eckpunkte zur Verbesserung der Zukunftschancen von Kindern vorgelegt. Hierzu gehört auch die Wiedereinführung der einmaligen Beihilfen für Empfänger von ALG II oder Sozialhilfeleistungen. Das Schulbedarfspaket ist ein richtiger und wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengleichheit. Es kann aber nur eine erste Etappe auf dem Weg zu einer Ausweitung einmaliger Beihilfen für hilfebedürftige Familien sein. Um die Leistungen zielführend und bedarfsgerecht fließen zu lassen, müssen die individuellen Verhältnisse in den Familien berücksichtig werden. Die Bundesregierung hat erkannt, dass einmalige Beihilfen in besonderen Lebenslagen einen entscheidenden Beitrag über die Pauschalen hinaus leisten."
Veröffentlicht am 17.10.2008


