Nachrichten zum Thema Schule und Bildung
Schule und BildungDie vierte Gesamtschule schafft mehr Bildungsgerechtigkeit
Ständig und selbst in den Hochphasen der Pubertät, so die Bonner Landtagsabgeordnete Renate Hendricks, sind die Schüler in den Gymnasien davon bedroht, nach unten durchgereicht zu werden. Teilweise erfolgt dies sehr rasch über die Realschule in die Hauptschule. "Solange Lehrkräfte verpflichtet sind, alle Schülerinnen und Schüler im Gleichschritt entlang des Lehrplans marschieren zu lassen und diejenigen auszusortieren, die nicht mitkommen, kann und wird sich die Lern- und Lehrkultur an den Schulen nicht ändern. Wir brauchen eine andere Schule, in der Schüler und Schülerinnen individuelle gefördert werden. Dabei verstärkt unser System die soziale Ungleichheit.
Veröffentlicht am 14.10.2008
Schule und BildungVom Lehrermangel zum Schulleitermangel - Bewerberlage sehr ungünstig
In den vergangenen Jahren ist das Interesse an Schulleiterstellen in Deutschland tendenziell immer weiter zurückgegangen. Dieser Trend hat sich nun auch für Bonn bewahrheitet, wie die Ausführungen der Landesregierung auf eine Kleinen Anfrage der Bonner Landtagsabgeordneten Renate Hendricks verdeutlichen. In Bonn wurden für das Schuljahr 2008/2009 sechs Schulleiterstellen ausgeschrieben und neu besetzt. Für diese sechs Stellen haben sich jedoch nur sieben Bewerber interessiert. In den kommenden Jahren werden weitere Schulleiterstellen frei, die neu besetzt werden müssen. In 2008 werden zwei Stellen frei, 2009 sind es fünf Stellen und 2010 drei Stellen.
Veröffentlicht am 08.10.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Rückläufige Integration von Kindern mit Förderbedarf Emotionale und soziale Entwicklung
Kinder und Jugendliche mit einem Förderbedarf im Bereich „Emotionale und soziale Entwicklung“ haben oft Schwierigkeiten, ihre Umwelt angemessen wahrzunehmen, oder werden durch familiäre oder soziale Probleme überfordert. Sie ziehen sich häufig in sich selbst zurück, reagieren aggressiv oder neigen zu Clownerien. Oftmals werden sie aufgrund ihres Verhaltens von Gleichaltrigen abgelehnt. Sie benötigen Hilfe, um ihre Umwelt anders wahrnehmen zu können, angemessene Verhaltensweisen und ein positives Selbstwertgefühl aufbauen zu können.
Veröffentlicht am 04.10.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Tariferhöhung im öffentlichen Dienst
Tariferhöhung im öffentlichen Dienst – wie viel Geld erhalten die Offenen Ganztagsschulen nach der Tariferhöhung in Bonn vom Land NRW?
Die Tariferhöhungen des Jahres 2008/2009 im öffentlichen Dienst sind analog auch für die Beschäftigten in der Offenen Ganztagsschule (OGS) dort umzusetzen, wo entsprechende Verträge mit den Beschäftigten bestehen. Insgesamt ist mit einer Steigerung der Einkommen nach den Tarifabschlüssen im öffentlichen Dienst auch in den Offenen Ganztagsschulen in Bonn bis Ende 2009 um 7,3 % zu rechnen.
Veröffentlicht am 04.10.2008
Schule und BildungUte Schäfer: Turbo-Abitur muss grundsätzlich reformiert werden
"Die Überarbeitung der Schulbücher reicht zur Unterstützung der Schulen bei der Einführung des Turbo-Abiturs bei weitem nicht aus. Wir brauchen besonders für die jüngeren Schülerinnen und Schüler einen funktionierenden Ganztag mit warmem Mittagessen. Hierbei aber lässt Schulministerin Sommer Schulen und Kommunen im Regen stehen", kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, anlässlich der Pressekonferenz der Ministerin zu neuen Schulbüchern. Die sogenannte Ganztagsoffensive der Landesregierung entpuppe sich als völlig unzureichend. Kommunen beklagten laut aktuellen Medienberichten zu Recht, dass der finanzielle Aufwand für den Ausbau von Ganztagsangeboten um ein Vielfaches höher sei als die von der Landesregierung bereitgestellten Mittel.
Veröffentlicht am 01.10.2008
Schule und BildungUte Schäfer: Maulkorb für beste Schüler weiterer Tiefpunkt schwarz-gelber PR-Arbeit
"Die schwarz-gelbe Landesregierung scheut das Offene Wort wie der Teufel das Weihwasser. Der Maulkorb für die Schülerinnen und Schüler bei der Bestenehrung 2008 ist ein weiterer Tiefpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit des CDU-Ministerpräsidenten und seiner Schulministerin." Das erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, zu dem Redeverbot bei der Auszeichnung der besten nordrhein-westfälischen Absolventinnen und Absolventen aller Schulformen am 24. September 2008. Die Kritik der teilnehmenden Schüler aus Bad Oeynhausen und Wuppertal sei völlig berechtigt. "Trotz bester Noten war ihnen das Sprechen verboten. Für die Regierung Rüttgers sind unabgesprochene Beiträge bei seinen Jubelveranstaltungen ein Störfaktor. Politik ist aber keine Einbahnstraße. Die Bestenehrung wäre eine gute Gelegenheit gewesen, sich der konstruktiven Kritik der jungen Menschen zu stellen. Die Einser-Absolventen durften sich wohl noch nicht einmal für ihre Auszeichnung bedanken", kritisierte Schäfer.
Veröffentlicht am 29.09.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Islamkundeunterricht in Nordrhein-Westfalen
Integrationsminister Armin Laschet äußerte sich zu Beginn seiner Amtszeit, es gebe kein größeres Integrationssignal gegenüber einer Religionsgemeinschaft als die Einstellung von Lehrkräften, die ihre Religion unterrichten. Laschet beteuerte damals, die Landesregierung hole „Tausende Religionslehrer, die Islamkunde vermitteln, in die Schulen hinein“ (Caritas in NRW, 1/2006).
Der Dialog mit den muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ist in der Tat eminent wichtig, um Vorurteilen und Unverständnis entgegenwirken zu können. Dies schließt nicht nur ein vermehrtes Wissen von Nicht-Muslimen über den Islam ein, sondern erfordert auch die Möglichkeit für junge Musliminnen und Muslime, an ihren Schulen einen islambezogenen Unterricht zu besuchen. Dies bietet für die staatliche Ebene auch die Möglichkeit, Lehrinhalte transparent und in deutscher Sprache zu gestalten.
Die Zahl der muslimischen Schülerinnen und Schülern steigt dabei, nicht nur in Nordrhein- Westfalen. Aufgrund dessen wurde ein „Islamunterricht in deutscher Sprache“ eingerichtet, der dem Bedürfnis der Schülerinnen und Schülern nach Islamunterricht auch in der Schule gerecht werden soll. Bisher ist dieser Islamkundeunterricht als Sachunterricht konzipiert, der sich vom christlich-konfessionellen Religionsunterricht unterscheidet. Dabei orientiert er seine Inhalte an der sunnitischen Glaubensrichtung (Islamkunde in Nordrhein-Westfalen, hrsg. Vom Landesinstitut für Schule, NRW, 1.1.2007, Seite 4).
Veröffentlicht am 22.09.2008
Schule und BildungMündliche Anfrage: Wo findet zukünftig die Lehrerausbildung für den islamischen Religionsunterricht statt?
Mündliche Anfrage 239 der Abgeordneten Renate Hendricks auf:
Wo findet zukünftig die Lehrerausbildung für den islamischen Religionsunterricht statt?
Am 11. September 2008 berichtet die „WAZ“, dass der Islamforscher Professor Muhammad Sven Kalisch an der Universität Münster einen folgenschweren Streit ausgelöst hat: Er bezweifelt die Existenz des Propheten Mohammed.
Gemäß dem Zeitungsbericht sagte Kalisch: „es kann nicht widerlegt werden, dass er gelebt hat, aber auch nicht bewiesen”. Er jedoch neige „zunehmend dazu, anzunehmen, dass er nicht gelebt hat, jedenfalls nicht so, wie ihn der Koran und die Hadithe, die Überlieferungen, beschreiben”.
Zudem fordert er für die islamische Theologie eine historisch-kritische Forschung – sie berücksichtigt Zeitumstände bei der Koran- Auslegung.
Veröffentlicht am 22.09.2008
Schule und BildungRede: Gesamtstaatliche Verantwortung für die Bildung
Rede zum Antrag der BÜNDNIS 90 / Die Grünen
Gesamtstaatliche Verantwortung für die Bildung - "Bildungsgipfel" darf kein Kaffeekränzchen werden
Anrede,
Mit dem Bildungsgipfel will die Bundeskanzlerin am 22. Oktober Bund und Länder auf gemeinsame Anstrengungen für eine tragfähige Reform unseres Bildungswesens verpflichten.
Kluge Köpfe sind für ein rohstoffarmes Land wie NRW der Schlüssel zu mehr Innovation, mehr Wachstum und Wohlstand. Bildung und Qualifizierung sind die Voraussetzung für individuelle Lebenschancen und gesellschaftliche Teilhabe.
Veröffentlicht am 22.09.2008
Schule und BildungUte Schäfer: Sommers Sprecher streut falsche Informationen
Als "ungeheuerlich" bezeichnete die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, dass ein Sprecher von Schulministerin Barbara Sommer laut einem Artikel der Westdeutschen Zeitung, die Behauptung zurückgewiesen hat, die Landesregierung habe mehrfach eine schulscharfe Unterrichtsausfall-Statistik zugesagt. "Entweder ist der Sprecher schlecht informiert oder er streut bewusst falsche Informationen, um vom gebrochenen Versprechen seiner Ministerin abzulenken", sagte Schäfer.
Veröffentlicht am 22.09.2008


