Nachrichten zum Thema Schule und Bildung
Schule und BildungUte Schäfer: 5.800 Lehrerstellen gibt es nur auf dem Papier
Als "handfesten bildungspolitischen Skandal" wertete die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, heute in der Aktuellen Stunde des Landtags, dass vier Prozent der im Haushalt ausgewiesenen Lehrerstellen laut der Unterrichtsausfallstatistik des Schulministeriums nicht besetzt sind. "Das sind rund 5.800 unbesetzte Lehrerstellen an den nordrhein-westfälischen Schulen und damit etwa 5,8 Millionen nicht erteilte Unterrichtsstunden. Jetzt kann man sich erklären, warum Eltern und Schulen der Ausfallstatistik der Schulministerin nicht mehr glauben. 5.800 virtuelle Lehrkräfte, die es nur auf dem Papier gibt, helfen vielleicht der angeschlagenen Schulministerin bei der Öffentlichkeitsarbeit weiter, aber nicht den Schülerinnen und Schülern in Nordrhein-Westfalen", kritisierte Schäfer.
Veröffentlicht am 18.09.2008
Schule und BildungHannelore Kraft und Sylvia Löhrmann: CDU und FDP wollen den Oberstufen der Gesamtschulen keinen Bestand garantieren
In namentlicher Abstimmung haben heute im Düsseldorfer Landtag die Regierungsfraktionen CDU und FDP abgelehnt, "sich eindeutig zum Bestand der gymnasialen Oberstufe an den Gesamtschulen zu bekennen und die Arbeit der gymnasialen Oberstufen an den Gesamtschulen zu garantieren". Zum Abstimmungsverhalten von CDU und FDP erklären die SPD-Fraktion und die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Veröffentlicht am 18.09.2008
Schule und BildungÜbergang von Haupt- und Realschülern in die gymnasiale Oberstufe gefährdet?
Die von der Landesregierung beschlossene Schulzeitverkürzung der Gymnasien von 13 auf 12 Schuljahre (sog. „G8“) wird dazu führen, dass es 2013 einen doppelten Jahrgang von Schulabgängerinnen und Schulabgängern gibt. Dadurch entsteht eine Belastung für Universitäten und Ausbildungsbetriebe, die sich auf doppelte Bewerberzahlen einstellen müssen. Ab 2010 müssen in den Oberstufen aufsteigend doppelte Abiturjahrgänge unterrichtet werden.
Diese Überlast führt in den Schulen zu Aufnahmeproblemen für die Schulabgänger, die mit Qualifikationsvermerk von Haupt- oder Realschulen in die bestehenden Oberstufen der Gymnasien und Gesamtschulen wechseln wollen.
Veröffentlicht am 15.09.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Wahl der Schulleiter in Wermelskirchen am Berufskolleg
Wahl der Schulleiter in Wermelskirchen am Berufskolleg - Welches Gewicht hat die Entscheidung der Schulkonferenz am Berufskolleg Bergisch Land in Wermelskirchen?
"Heute ist ein guter Tag für die Kinder in unserem Land." Mit diesen Worten hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers am 22.06.2006 das neue, vom Landtag verabschiedete Schulgesetz gewürdigt.
Im neuen Schulgesetz heißt es, dass die Schulen schrittweise "Eigenverantwortliche Schulen" werden. In dieser Philosophie begründet sich die Möglichkeit, die Schulleiter und Schulleiterinnen durch die Schulkonferenz einer Schule wählen zu können.
Veröffentlicht am 15.09.2008
Schule und BildungWolfgang Jörg: Warmes Mittagessen muss für alle Kinder der Kindertageseinrichtungen selbstverständlich sein
"Alle Sachverständigen haben heute unsere Position bestärkt: Ohne geregelte Mahlzeiten sind Bildung und Erziehung in den Kindertageseinrichtungen undenkbar. Ein warmes Mittagessen muss für alle Kinder selbstverständlich sein und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen", erklärte Wolfgang Jörg, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, anlässlich einer Anhörung im Generationenausschuss zum Mittagessen in Kindertageseinrichtungen. In Nordhrein-Westfalen allerdings gebe es dazu keine einheitliche Regelung. Die Handhabung sei von Träger zu Träger, von Kommune zu Kommune unterschiedlich. "Nordhrein-Westfalen ist in dieser Hinsicht immer noch ein kinderpädagogisches Entwicklungsland, weil die schwarz-gelbe Landesregierung die Kindertageseinrichtungen mit dem Problem alleine lässt. Sie schiebt den schwarzen Peter mit unglaublicher Beharrlichkeit wahlweise den Eltern, den Trägern, dem Bund oder der Gesellschaft als Ganzes zu", kommentierte Jörg.
Veröffentlicht am 11.09.2008
Schule und BildungUte Schäfer: Bildungspolitik bleibt die Achillesferse der Landesregierung
"Der heute im Schulausschuss vorgestellte Haushaltsentwurf für den Bildungsbereich ist unsolide finanziert. Ein konkreter Blick auf die Zahlen belegt dies. Das Personalbudget von 7,5 Milliarden Euro reicht nicht für die im Haushalt veranschlagten 151.600 Lehrer und Lehrerinnen. Rund 1.000 Lehrerstellen fehlen damit im Finanzierungsplan. Entgegen allen Ankündigungen werden zudem in der Grundschule 274, in der Hauptschule 876 und in den Berufskollegs 523 Stellen abgebaut", erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, heute in Düsseldorf. Im Schulbereich lohne außerdem ein Blick in die mittelfristige Finanzplanung. Beim Ministerium für Schule und Weiterbildung, Einzelplan 05, seien für 2009 Ausgaben in Höhe von 13,366 Milliarden Euro veranschlagt. Im Jahr 2012 sollen es 14,363 Milliarden Euro sein. Schäfer: "Daraus ergibt sich ein Zuwachs von 997 Millionen Euro. Das liest sich nur auf den ersten Blick gut. Denn der größte Batzen - rund 650 Millionen Euro - werden für Versorgungs- und Pensionsausgaben benötigt. Für eine Schwerpunktsetzung, die sich qualitativ für unsere 6.244 Schulen und ihre Lehrer und Kinder auswirkt, bleibt faktisch kaum etwas übrig."
Veröffentlicht am 08.09.2008
Schule und BildungUte Schäfer: Wir erwarten von der Schulministerin ein klares Ja zu den Oberstufen von Gesamtschulen
"Seit heute gibt es keine Zweifel mehr: Die wissenschaftliche Studie von Prof. Gabriele Bellenberg belegt eindeutig die Leistungsfähigkeit der Gesamtschuloberstufen und die hervorragende Arbeit der Gesamtschulen insgesamt. Wir erwarten jetzt von Schulministerin Barbara Sommer, dass sie sich für ihre beispiellose Diffamierungskampagne bei den Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern von Gesamtschulen entschuldigt. Außerdem fordern wir die Ministerin auf, sich eindeutig zur Zukunft der Gesamtschuloberstufen zu äußern", erklärte Ute Schäfer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagfraktion, anlässlich der heute veröffentlichten Untersuchung zur Erfolgsquote in Gesamtschuloberstufen. Die FDP hatte in der gestrigen Plenardebatte um das Zentralabitur ihre Forderung nach Abschaffung der Oberstufen von Gesamtschulen wiederholt und dabei auch auf einen gleichlautenden Parteibeschluss der CDU verwiesen. Schulministerin Sommer war trotz Aufforderung nicht bereit, sich hiervon zu distanzieren.
Veröffentlicht am 31.08.2008
Schule und BildungUte Schäfer: Abstieg statt Aufstieg - schwarz-gelbe Landesregierung fährt die Schulpolitik vor die Wand
"Die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 für das nordrhein-westfälische Bildungssystem lassen nur eine mögliche Bewertung zu: Abstieg statt Aufstieg", kommentierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, den heute veröffentlichten Bericht des Instituts der Deutschen Wirtschaft. "2004 und 2006 lag NRW mit seiner Gesamtwertung im Bundesländervergleich noch auf Platz 11. Heute allerdings rangiert das nordrhein-westfälische Bildungssystem auf einem vorletzten Rang 15. Und was tut die Schulministerin dieses Landes? Nichts. Für schlechte Ergebnisse will sie auch nach drei Jahren im Amt lieber nicht verantwortlich sein. Die Verantwortung sollen wie schon 2007 andere übernehmen."
Veröffentlicht am 27.08.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Besetzung der Schulleiterstellen im Schuljahr 2008/2009
Der Wahlmodus der Schulleiterinnen und Schulleiter ist durch das Schulgesetz des Landes
Nordrhein-Westfalens geändert worden. § 61 Schulgesetz NRW sieht eine Wahl der Schulleiterin bzw. des Schulleiters durch die Schulkonferenz, sowie in § 61, Abs. 7 eine mögliche Wiederwahl nach fünf Jahren durch die Schulkonferenz vor. Diese Praxis ist nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts verfassungswidrig. Eine Vielzahl von Klagen gegen § 61 des Schulgesetzes ist bereits eingegangen. Das normierte Verfahren der Schulleiter/-innenwahl führt in der praktischen Umsetzung offenbar zu Unstimmigkeiten und Beschwerden.
Veröffentlicht am 25.08.2008
Schule und BildungHannelore Kraft zur Bildungsreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel in NRW
Die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Hannelore Kraft, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich ihrer Bildungsreise zum gemeinsamen Schulterschluss von Bund und Ländern für ein längeres gemeinsames Lernen aufgefordert: "Grundsätzlich ist es erfreulich, dass sich die Bundeskanzlerin ein eigenes Bild von den Bildungseinrichtungen im Land machen will. Wer allerdings ausschließlich Vorzeigeeinrichtungen besucht, wird weder ein realistisches Bild von unseren Kindertagesstätten und Schulen noch von den dringend notwendigen Reformen unseres Bildungssystems erhalten." Die Frage, warum Angela Merkel nicht zum Beispiel Hauptschulen in Duisburg oder Essen besuche, die viele Schülerinnen und Schüler unterschiedlichster Nationalitäten aus oft schwierigen und so genannten bildungsfernen Elternhäusern unterrichteten, müsse erlaubt sein.
Veröffentlicht am 22.08.2008


