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Schule und BildungWolfgang Große-Brömer: Billig-Abitur Kapitulation der Landesregierung in der Schulpolitik

"Die Pläne der Landesregierung für ein Billig-Abitur sind ein verheerendes Signal für die Qualität der Bildung in Nordrhein-Westfalen", kritisierte der Vorsitzende des Schulausschusses, der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Große-Brömer, die Ankündigung der Landesregierung von Ministerpräsident Rüttgers zur deutlichen Absenkung der Leistungsanforderungen an den NRW-Gymnasien. "Die Regierung Rüttgers richtet bei ihrem achtjährigen Turbo-Abitur ein unverantwortliches Chaos an. Der Ministerpräsident und seine Schulministerin setzen ihre Experimente auf dem Rücken unserer Kinder fort. Die Leidtragenden sind die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer. Doch ein Schmalspur-Unterricht an unseren Gymnasien schadet nachhaltig dem Bildungsstandort NRW. Ein Billig-Abitur ist die Kapitulation vor Pisa", warnte Große-Brömer.

Veröffentlicht am 29.02.2008

 

Schule und BildungKarl Schultheis: Umfrageergebnisse belegen - Gebühren schrecken vom Studium ab

"Die Umfrageergebnisse belegen eindeutig: Die von der CDU/FDP-Koalition eingeführten Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen schrecken junge Menschen vom Studium ab", erklärte der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis, am Rande der Öffentlichen Anhörung zu den Auswirkungen der Studiengebühren heute im Landtag in Düsseldorf. "Die Hochschulinformationssystems GmbH (HIS) hat in ihrer Stellungsnahme berechnet, dass bereits rund fünf Prozent der Studienberechtigten wegen der Gebühren kein Studium aufnehmen. Das ist ein Beleg für die falsche Politik der schwarz-gelben Landesregierung. Wir brauchen mehr und nicht weniger Studierende", kritisierte Schultheis die Studiengebühren auch angesichts des steigenden Bedarfs an hoch qualifizierten Beschäftigten in der Wirtschaft. Schließlich müssten noch die Studienabbrecher in das Minus eingerechnet werden, denen die Ausbildung zu teuer geworden sei und die sich das Studium schlicht nicht mehr leisten könnten. "Nach der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes halten rund 40 Prozent der Studierenden die Finanzierung ihres Studiums für unsicher", erläuterte der SPD-Wissenschaftsexperte.

Veröffentlicht am 29.02.2008

 

Schule und BildungKleine Anfrage: Wahl der Schulleiter – Was passiert, wenn die Schulkonferenz einen vorgeschlagenen Bewerber ablehnt?

Im neuen Schulgesetz von Nordrhein-Westfalen heißt es in § 61:
„Die obere Schulaufsicht schreibt die Stelle der Schulleiterin oder des Schulleiters mit Zustimmung der Schulkonferenz und des Schulträgers aus und prüft die eingegangenen Bewerbungen.“

Veröffentlicht am 26.02.2008

 

Schule und BildungKleine Anfrage: Finanzierung des Projektes „Balu und Du“

"Balu und Du" ist ein ehrenamtliches Programm, das Kinder im Grundschulalter aus benachteiligten Familien fördert. Die Kinder sollen - neben Familie und Schule - eine weitere Chance erhalten, sich ihren positiven Anlangen gemäß zu entwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Mentoren ("Balus") des Programms stehen ihnen in einer Entwicklungsphase zur Seite, die nicht immer einfach ist. Aber sie ist für das weitere Leben prägend. Die Kinder ("Moglis") machen neue Erfahrungen und erhalten außerschulische Lernanregungen, erhalten kulturelle Anregungen, können mit ihren Balus etwas unternehmen.
Hausaufgabenhilfe steht nicht im Mittelpunkt des Programms, stattdessen soll Lernfreunde geweckt werden. Das Programm wird wissenschaftlich begleitet. Es geht darum, einen Baustein für eine solidarische und kinderfreundliche Gesellschaft zu entwickeln.
"Balu und Du" ist ein Beispiel für erfolgreiches Mentoring und für ein aktives Patenschaftsprogramm.
Dieses Programm kann einen aktiven Beitrag dazu leisten, die Sitzenbleiberquote zu senken und die Biografien der Schüler und Schülerinnen positiv zu beeinflussen. Es stellt zudem eine gute Möglichkeit dar, für Kinder durch gemeinsame Freizeitgestaltung und durch Gespräche andere Bezugspersonen in einer sensitiven Phase bedeutsam werden zu lassen. Die Erfahrungen, die bislang vorliegen, lassen vermuten, dass die schulischen Leistungen durch neue Erfahrungen und der gesteigert werden.

Veröffentlicht am 26.02.2008

 

Justiz und InneresKleine Anfrage: Anteil von Migranten im Polizeidienst soll erhöht werden

Die europäische Polizei will in den kommenden Jahren den Anteil von Bediensteten mit Migrationshintergrund in ihren Reihen deutlich erhöhen. Hintergrund ist, dass es in den europäischen Metropolen Vororte oder bestimmte Bezirke gibt, wo der Anteil der Bewohner anderer Ethnien hoch ist, und es dort zum Teil eine hohe Kriminalitätsrate gibt. Es ist wichtig, dass mehr Beamte ausländischer Herkunft eingestellt werden, da deren sprachliche und kulturelle Kenntnisse vor allem in Problembezirken für die Polizei von großem Vorteil wären und weiterhelfen können.

Veröffentlicht am 26.02.2008

 

KommunalpolitikRückzahlung der überhöhten Solidarbeitragslasten an die Kommunen und Städte

Die Erhebung der Solidarbeitragslasten für die Deutsche Einheit wird über die Gewerbesteuerumlage durch alle Gemeinden solidarisch geleistet. Nach einem Urteil des Landesverfassungsgerichtshofs stehen den Städten und Gemeinden die Rückerstattung zuviel gezahlter Solidarbeiträge seit dem Jahr 2006 zu. Nach Schätzungen sind dies insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Von der Rückzahlung der Überzahlung profitiert jedoch nur ein Teil der Städte.

Veröffentlicht am 26.02.2008

 

Schule und BildungKleine Anfrage: Begabungsgerechte Heterogenität an Gesamtschulen

Welche Regelungen bestehen, welche will das Ministerium noch auf den Weg bringen?

Gesetzlich geregelt ist die Vierzügigkeit für die Errichtung einer neuen Gesamtschule. Vier Klassen à 28 Kinder ergeben die magischen 112, die für eine Neugründung einer Gesamtschule erforderlich sind.

Bei den Anmeldungen an die zu gründende Gesamtschule in Siegburg mussten nach Angaben des Bürgermeisters entsprechend den Vorgaben des Landes Kinder mit Empfehlungen von jeder Schulform - Hauptschule, Realschule und Gymnasium - mit je einem Drittel vertreten sein.

Veröffentlicht am 21.02.2008

 

Schule und BildungKleine Anfrage: Marburger Studie - Lesen durch Schreiben: Antwort der Landesregierung vom 29.11.2007

Am 22. Oktober 2007 stellte ich eine Anfrage zum Thema: Lesen durch Schreiben, die mit der Antwort vom 29.11.2007 beantwortet wurde.

An den nordrhein-westfälischen Grundschulen ist die Methode "Lesen Durch Schreiben" weit verbreitet und viele Lehrer/ Innen wenden diese in ihrem Unterricht an. Mittlerweile erfuhr die Methode „Lesen durch Schreiben“ jedoch massive Kritik. Dies belegt auch die auf 2 Jahre angelegte so genannte „Marburger Studie“. Die Ergebnisse der Studie belegen beispielsweise, dass der Unterricht mit der Methode 16 % rechtschreibschwache Kinder produziert hat.
Nach Klasse 2 steigt die Zahl der geschädigten Kinder auf dramatische 23 % an. Bei einem Unterricht mit der Fibel liegt die Zahl der rechtschreibschwachen Kinder nach Klasse 1 bei 6 %, nach der Klasse 2 bei 5%. Die Anzahl der schlechten Rechtschreiber ist bei Kindern, die nach der Methode unterrichtet wurden, nahezu fünfmal so hoch wie bei Kindern, die nach einer Fibel unterrichtet wurden.

Veröffentlicht am 21.02.2008

 

Schule und BildungVerkürzte Schulzeit an den Bonner Gymnasien - Landesregierung muss Fehler korrigieren: Bulimie-Lernen bleibt ohne Erfolg

Rasch hat die Landesregierung NRW das Konzept für das 8-jährige Turbo-Gymnasium, kurz G8 genannt, zusammen gezimmert, ohne dabei die Auswirkungen für die Schüler und Schülerinnen und für die Schulträger zu bedenken. Davon sind in Bonn 19 Gymnasien betroffen. Mehr und mehr spüren die Eltern den Druck und melden sich bei der Politik, weiß die Bonner Landtagsabgeordnete Renate Hendricks (SPD) zu berichten. Sie wollen, dass die Politik eine andere Lösung für die Verkürzung der Schulzeit findet. Diese Verkürzung ist nicht aus pädagogischen Erwägungen auf den Weg gebracht worden, sondern auf den Druck der Wirtschaft hin.

Veröffentlicht am 21.02.2008

 

Familie und JugendBritta Altenkamp: Landesregierung hat sich bei U3-Betreuung verrechnet

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Britta Altenkamp, erklärte zu der Ankündigung der Landesregierung, die Mittel der U3-Betreuung den kommunalen Anmeldungen anzupassen: "Obwohl das neue Kindergartengesetz Kibiz noch gar nicht in Kraft ist, muss die Regierungskoalition das erste Mal nachbessern. Die Landesregierung hat sich verrechnet. Diese notwendige Korrektur zeigt einmal mehr, dass Kibiz Mumpitz ist. Die Landesregierung hat die Anmeldungen der Eltern für U3-Betreuungsplätze zu knapp kalkuliert und muss jetzt bereits korrigieren, da das Kibiz von Anfang an zu knapp kalkuliert war. Eine Deckelung der U3-Plätze ist angesichts der familienpolitischen Diskussion immer schon ein unsinniges Vorhaben gewesen. Mit der Realität hat diese CDU/FDP-Planwirtschaft bei der Kinderbetreuung eben nichts zu tun. Die einzige geeignete Maßnahme, dem Elternwillen gerecht zu werden, ist die grundsätzliche Aufhebung des Deckels."

Veröffentlicht am 21.02.2008

 

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