Nachrichten zum Thema Schule und Bildung
Schule und BildungUte Schäfer: Schulen warten dringend auf Entscheidung der Regierung zur Reform der Oberstufe
"Das Regierungschaos von CDU und FDP beim Turbo-Abitur zieht immer weitere Kreise. Dazu gehört auch die angekündigte Reform der Oberstufe, bei der die Landesregierung jede konkrete Antwort verweigert. Nachdem bereits die Einführung des Turbo-Abiturs in der Sekundarstufe I durch die Verdichtung der Unterrichtszeit missglückt ist, droht jetzt das nächste Experiment von CDU und FDP auf dem Rücken der Kinder", warnte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, anlässlich der heutigen Aktuellen Stunde des Landtags zum Turbo-Abitur. Sie wies darauf hin, dass die Verordnung zur Oberstufen-Reform überfällig sei, aber schon jetzt nicht mehr zeitgemäß umgesetzt werden könne, da die vorgeschriebene Beteiligung der Verbände noch nicht einmal begonnen habe.
Veröffentlicht am 12.03.2008
Schule und BildungUngereimtheiten im neuen Kinderbildungsgesetz - Mündliche Anfrage von Hendricks im Landtag
Keine Sonderbelastung für UN-Mitarbeiter
Wie bereits gemeldet, wird durch das ab kommenden August geltende Kinderbildungsgesetz (KiBiz) die Unterstützung des Landes für Kindergärten oder -Tagesstätten ausschließlich auf die Kinder beschränkt, die ihren Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen haben. Damit sind also Kinder ausgeschlossen, deren Eltern z. B. im benachbarten Rheinland-Pfalz ihren Wohnsitz haben, aber in Bonn arbeiten.
Veröffentlicht am 10.03.2008
Schule und BildungEINLADUNG: Einladung zum Themenabend der BonnerBildungsImpluse und der Volkshochschule Bonn
"PISA und IGLU – Analyse und Bewertung internationaler Studien und ihre Bedeutung für das deutsche Schulsystem"
am 6. März 2008, um 19.30 Uhr im Deutschen Museum Bonn (Ahrstraße 45, 53175 Bonn).
Veröffentlicht am 04.03.2008
Schule und BildungWolfgang Große-Brömer: Billig-Abitur Kapitulation der Landesregierung in der Schulpolitik
"Die Pläne der Landesregierung für ein Billig-Abitur sind ein verheerendes Signal für die Qualität der Bildung in Nordrhein-Westfalen", kritisierte der Vorsitzende des Schulausschusses, der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Große-Brömer, die Ankündigung der Landesregierung von Ministerpräsident Rüttgers zur deutlichen Absenkung der Leistungsanforderungen an den NRW-Gymnasien. "Die Regierung Rüttgers richtet bei ihrem achtjährigen Turbo-Abitur ein unverantwortliches Chaos an. Der Ministerpräsident und seine Schulministerin setzen ihre Experimente auf dem Rücken unserer Kinder fort. Die Leidtragenden sind die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer. Doch ein Schmalspur-Unterricht an unseren Gymnasien schadet nachhaltig dem Bildungsstandort NRW. Ein Billig-Abitur ist die Kapitulation vor Pisa", warnte Große-Brömer.
Veröffentlicht am 29.02.2008
Schule und BildungKarl Schultheis: Umfrageergebnisse belegen - Gebühren schrecken vom Studium ab
"Die Umfrageergebnisse belegen eindeutig: Die von der CDU/FDP-Koalition eingeführten Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen schrecken junge Menschen vom Studium ab", erklärte der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis, am Rande der Öffentlichen Anhörung zu den Auswirkungen der Studiengebühren heute im Landtag in Düsseldorf. "Die Hochschulinformationssystems GmbH (HIS) hat in ihrer Stellungsnahme berechnet, dass bereits rund fünf Prozent der Studienberechtigten wegen der Gebühren kein Studium aufnehmen. Das ist ein Beleg für die falsche Politik der schwarz-gelben Landesregierung. Wir brauchen mehr und nicht weniger Studierende", kritisierte Schultheis die Studiengebühren auch angesichts des steigenden Bedarfs an hoch qualifizierten Beschäftigten in der Wirtschaft. Schließlich müssten noch die Studienabbrecher in das Minus eingerechnet werden, denen die Ausbildung zu teuer geworden sei und die sich das Studium schlicht nicht mehr leisten könnten. "Nach der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes halten rund 40 Prozent der Studierenden die Finanzierung ihres Studiums für unsicher", erläuterte der SPD-Wissenschaftsexperte.
Veröffentlicht am 29.02.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Wahl der Schulleiter – Was passiert, wenn die Schulkonferenz einen vorgeschlagenen Bewerber ablehnt?
Im neuen Schulgesetz von Nordrhein-Westfalen heißt es in § 61:
„Die obere Schulaufsicht schreibt die Stelle der Schulleiterin oder des Schulleiters mit Zustimmung der Schulkonferenz und des Schulträgers aus und prüft die eingegangenen Bewerbungen.“
Veröffentlicht am 26.02.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Finanzierung des Projektes „Balu und Du“
"Balu und Du" ist ein ehrenamtliches Programm, das Kinder im Grundschulalter aus benachteiligten Familien fördert. Die Kinder sollen - neben Familie und Schule - eine weitere Chance erhalten, sich ihren positiven Anlangen gemäß zu entwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Mentoren ("Balus") des Programms stehen ihnen in einer Entwicklungsphase zur Seite, die nicht immer einfach ist. Aber sie ist für das weitere Leben prägend. Die Kinder ("Moglis") machen neue Erfahrungen und erhalten außerschulische Lernanregungen, erhalten kulturelle Anregungen, können mit ihren Balus etwas unternehmen.
Hausaufgabenhilfe steht nicht im Mittelpunkt des Programms, stattdessen soll Lernfreunde geweckt werden. Das Programm wird wissenschaftlich begleitet. Es geht darum, einen Baustein für eine solidarische und kinderfreundliche Gesellschaft zu entwickeln.
"Balu und Du" ist ein Beispiel für erfolgreiches Mentoring und für ein aktives Patenschaftsprogramm.
Dieses Programm kann einen aktiven Beitrag dazu leisten, die Sitzenbleiberquote zu senken und die Biografien der Schüler und Schülerinnen positiv zu beeinflussen. Es stellt zudem eine gute Möglichkeit dar, für Kinder durch gemeinsame Freizeitgestaltung und durch Gespräche andere Bezugspersonen in einer sensitiven Phase bedeutsam werden zu lassen. Die Erfahrungen, die bislang vorliegen, lassen vermuten, dass die schulischen Leistungen durch neue Erfahrungen und der gesteigert werden.
Veröffentlicht am 26.02.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Begabungsgerechte Heterogenität an Gesamtschulen
Welche Regelungen bestehen, welche will das Ministerium noch auf den Weg bringen?
Gesetzlich geregelt ist die Vierzügigkeit für die Errichtung einer neuen Gesamtschule. Vier Klassen à 28 Kinder ergeben die magischen 112, die für eine Neugründung einer Gesamtschule erforderlich sind.
Bei den Anmeldungen an die zu gründende Gesamtschule in Siegburg mussten nach Angaben des Bürgermeisters entsprechend den Vorgaben des Landes Kinder mit Empfehlungen von jeder Schulform - Hauptschule, Realschule und Gymnasium - mit je einem Drittel vertreten sein.
Veröffentlicht am 21.02.2008
Schule und BildungKleine Anfrage: Marburger Studie - Lesen durch Schreiben: Antwort der Landesregierung vom 29.11.2007
Am 22. Oktober 2007 stellte ich eine Anfrage zum Thema: Lesen durch Schreiben, die mit der Antwort vom 29.11.2007 beantwortet wurde.
An den nordrhein-westfälischen Grundschulen ist die Methode "Lesen Durch Schreiben" weit verbreitet und viele Lehrer/ Innen wenden diese in ihrem Unterricht an. Mittlerweile erfuhr die Methode „Lesen durch Schreiben“ jedoch massive Kritik. Dies belegt auch die auf 2 Jahre angelegte so genannte „Marburger Studie“. Die Ergebnisse der Studie belegen beispielsweise, dass der Unterricht mit der Methode 16 % rechtschreibschwache Kinder produziert hat.
Nach Klasse 2 steigt die Zahl der geschädigten Kinder auf dramatische 23 % an. Bei einem Unterricht mit der Fibel liegt die Zahl der rechtschreibschwachen Kinder nach Klasse 1 bei 6 %, nach der Klasse 2 bei 5%. Die Anzahl der schlechten Rechtschreiber ist bei Kindern, die nach der Methode unterrichtet wurden, nahezu fünfmal so hoch wie bei Kindern, die nach einer Fibel unterrichtet wurden.
Veröffentlicht am 21.02.2008
Schule und BildungVerkürzte Schulzeit an den Bonner Gymnasien - Landesregierung muss Fehler korrigieren: Bulimie-Lernen bleibt ohne Erfolg
Rasch hat die Landesregierung NRW das Konzept für das 8-jährige Turbo-Gymnasium, kurz G8 genannt, zusammen gezimmert, ohne dabei die Auswirkungen für die Schüler und Schülerinnen und für die Schulträger zu bedenken. Davon sind in Bonn 19 Gymnasien betroffen. Mehr und mehr spüren die Eltern den Druck und melden sich bei der Politik, weiß die Bonner Landtagsabgeordnete Renate Hendricks (SPD) zu berichten. Sie wollen, dass die Politik eine andere Lösung für die Verkürzung der Schulzeit findet. Diese Verkürzung ist nicht aus pädagogischen Erwägungen auf den Weg gebracht worden, sondern auf den Druck der Wirtschaft hin.
Veröffentlicht am 21.02.2008


